Normal
NormalStandard-Schutzbedarf mit Basis-Testanforderungen
DORA Kapitel IV / Schutzbedarf
Systematische Bewertung des Schutzbedarfs nach 10 Dimensionen mit Zuordnung zu 4 Schutzbedarfsklassen (kF 1-4) fuer risikobasierte Testfrequenzen.
Hinweis: Diese Inhalte stellen keine vollständige Wiedergabe der DORA-Verordnung dar. Die Darstellung bietet eigene, praxisnahe Interpretationen der Anforderungen zur Unterstützung der Umsetzung. Keine Rechtsberatung — verbindlich sind die aktuellen Fassungen der EU-Verordnungen.
Additives Punktesystem über 10 Dimensionen mit Gewichtung nach kritischer Geschäftsfunktionalität und regulatorischer Relevanz.
Kategorisierung aller IKT-Assets entsprechend ihres Schutzbedarfs.
Standard-Schutzbedarf mit Basis-Testanforderungen
Erhöhter Schutzbedarf mit intensivierten Testanforderungen
Kritischer Schutzbedarf mit umfassenden Testanforderungen
Höchster Schutzbedarf mit maximalen Testanforderungen und regulatorischer Intensivierung
Systematische Bewertung nach objektiven Kriterien.
Bewertung der Bedeutung der unterstützten Geschäftsfunktion für die operativen Ziele und regulatorischen Pflichten des Finanzunternehmens.
Einordnung gemäß DORA-Kategorien: Significant Entity, nicht-significant Entity oder spezielle Ausprägung (O-SII, CTPP-Bezug).
Bewertung der verarbeiteten Datenarten (personenbezogen, vertraulich, kritisch) und des Datenvolumens gemäß DSGVO und interner Klassifizierung.
Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO) als quantifizierte Verfügbarkeitsanforderungen aus dem BCP.
Einsatz von ICT-Drittdienstleistern, insbesondere solchen mit Kritikalitätsstatus (CTPP-Bezug, konzentrierte Abhängigkeiten).
Potenzielle Auswirkungen eines Ausfalls oder Vorfalls auf die Finanzstabilität (mikro- und makroprudentiell).
Komplexität der eingesetzten Technologien (Legacy, Cloud, Microservices, KI, Blockchain) und ihrer Interdependenzen.
Größe der Angriffsfläche (Internet-Exposition, APIs, Remote Access) und aktuelle Threat-Intelligence zur Bedrohungslage.
Historische IKT-Vorfälle (intern oder bei Dritten), wiederkehrende Schwachstellen und Track-Record der Resilienz.
Zusätzliche regulatorische Anforderungen durch Branchenaufsicht (BaFin, EBA), spezifische Gesetze (KWG, BSI-KritisV) oder internationale Standards.
Typische Beispiele fuer die Zuordnung zu Schutzbedarfsklassen.
Kein direkter Kundeneinfluss, Ausfalltoleranz > 7 Tage, keine regulatorische Meldepflicht.
Wichtige Kundenfunktion, aber begrenzter Umfang; Ausfalltoleranz 2-7 Tage.
Kritische Kundengeschäfte, Ausfalltoleranz < 48 Stunden, regulatorische Meldepflicht.
Systemisch wichtige Funktion, Ausfalltoleranz < 4 Stunden, TLPT-Pflicht.